Schalldämmlüfter: Budget für Anwohner am Flughafen Stuttgart

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Für die Anwohner des Flughafens Stuttgarts stehen im Schallschutzprogramm rund 4.000.000 Euro auf Abruf zur Verfügung. Damit soll nachträglich der Schallschutz in Schlafzimmern innerhalb der Nachtschutzzone rund um den verbessert werden.

Gerade in den heißen Sommermonaten ist vielen Menschen frische beim Schlafen wichtig. Damit die direkten Flughafennachbarn insbesondere bei Nacht vom ungestört sind, fördert der -Betreiber zum Beispiel den Einbau sogenannter Schalldämmlüfter. Sie sorgen selbst bei geschlossenen Fenstern für Belüftung. Die Flughafengesellschaft geht davon aus, dass die Besitzer von noch etwa 2.000 Wohneinheiten Anspruch auf eine Kostenerstattung durch den Airport haben. „Bislang wurden nur wenige Gelder abgerufen, wir würden uns freuen, wenn das Angebot noch stärker genutzt würde“, sagt Walter Schoefer, Sprecher der Geschäftsführer der GmbH.

Die Grundlage für das Finanzierungsprogramm bildet das Gesetz zum Schutz vor Fluglärm, das 2010 novelliert wurde. Seitdem kann der bauliche Schallschutz in Schlafräumen auch in Gebieten gefördert werden, in denen zuvor keine Kostenerstattung durch den Flughafen möglich war. Das Programm richtet sich an Haus- und Wohnungseigentümer, die innerhalb der gesetzlich definierten Tagschutzzone 1 und der Nachtschutzzone eine Immobilie besitzen. Das Gebiet umfasst Teile der Ortschaften Steinenbronn, Leinfelden-Echterdingen, Filderstadt, Ostfildern und Denkendorf.

Interessierte können hier prüfen, ob sich ihr Gebäude im Nachtschutzgebiet befindet. Die Seite informiert darüber, welche Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt sein müssen. Sie gibt außerdem Auskunft über das Antragsverfahren und stellt die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung. Die Prüfung und Genehmigung der Schallschutzanträge obliegt der jeweiligen Stadtverwaltung oder dem zuständigen Landratsamt.

Seit 1996 hat die Flughafengesellschaft über 60 Mio. Euro in passiven Schallschutz in der Nachbarschaft investiert. Davon profitierten bislang die Bewohner von rund 9.000 Wohneinheiten.